33 - Interview mit Louisa Friedrich von Free Soul
Shownotes
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00:00:00: Aus dem OP zum eigenen Yoga Space, das ist die Geschichte von Luisa und ihrer kreativen Karriere.
00:00:06: Ich wünsche euch mit dieser Folge super viel Spaß!
00:00:11: Hallo Luisa herzlich willkommen im Podcast Kreative Karrieren.
00:00:14: wie schön dass wir uns heute kennenlernen.
00:00:18: ja ich freue mich auch total dabei zu sein.
00:00:20: was du mich gefragt hast
00:00:22: Ja, das ist total cool, dass es heute geklappt hat.
00:00:25: Wir haben heute im Vorgespräch ja schon gesagt ... Es war ein bisschen von meiner Seite aus kompliziert, weil das Leben manchmal wild ist.
00:00:31: Aber heute haben wir's geschafft und ich freu mich sehr gleich mit dir darüber zu reden.
00:00:37: Willst du dich als erstes mal kurz selbst vorstellen, wer du bist?
00:00:40: Und was du machst!
00:00:42: Ja also... Ich bin Luisa, ich bin die Gründerin vom Freestyle hier in Frankfurt.
00:00:52: Ja, und sonst wer ich bin?
00:00:53: Ich bin ein kreativer Mensch.
00:00:55: Ich bin eine kreative Macherin würde ich sagen.
00:00:59: Ich suche immer wieder auch so nach, wer bin ich eigentlich?
00:01:04: Ich glaube das ist aus einem Begleiter auf meinem Weg immer wieder.
00:01:08: Versuche mich immer wieder neu zu erfahren, zu entdecken.
00:01:11: Ich liebe die Natur!
00:01:13: Die Natur ist für mich auch so ein k creatives Vorbild schon immer gewesen und so einen Ort wo ich selbst auftanken kann.
00:01:21: Ich bin gerne unter Menschen.
00:01:22: Meine Freunde, meine Familie ist mir ganz wichtig und ... Ja, ich bin ein sehr feinfühliger Mensch.
00:01:29: Ein Mensch mit Tiefgang.
00:01:30: also Smalltalk ist bei mir eher schwierig.
00:01:34: Ich
00:01:35: gehe ja irgendwie tief in Themen und ... Das ist, glaub ich so
00:01:43: wie wir
00:01:43: mich beschreiben
00:01:44: oder nicht?
00:01:45: Und ich hab schon tausend ... Anknüpfpunkte, wo ich gerne reingehen.
00:01:49: Also als kreative Macherin bist du hier auf jeden Fall richtig und auch als Nichts-Mortox Mensch, das finde ich auch wunderbar, passt so das Podcast zu diesem Podcast?
00:01:58: Ich liebe es jetzt schon!
00:01:59: ... behaupte einfach jetzt mal.
00:02:04: Das ist eine steile These von mir, dass man als Kind nicht behauptet ich werde Yoga-Studioinhaberin.
00:02:12: Was wolltest du?
00:02:13: Gab es so was, was du als Kind werden wolltest oder als du in der Schule warst, wo man angefangen hat zu überlegen, was mache ich mit meinem Leben?
00:02:19: und wie waren da deine ersten Steps in das große Erwachsenerleben?
00:02:27: Ja, schwierige Frage also... Ich war als Kind schon sehr, sehr kreativ.
00:02:32: Also mein Vater hatte eine eigene Firma zu Hause in der Schlosserei.
00:02:36: da war ich schon immer früh schon in der Werkstatt hab schon mit zehn Jahren Möbel restauriert habe irgendwie Sachen aus Holz gebaut war im Garten aktiv.
00:02:45: also Kreativität war schon immer sowas was mich sehr begleitet hat aber Konnte mir nie vorstellen, damit was beruflich irgendwie zu machen.
00:02:55: Also komischerweise hatte ich immer Beruf so
00:02:58: als ... Ja
00:02:59: man geht da irgendwie hin und leistet seine Arbeit ab und geht nach Hause Und dann hat man die Dinge dir einem Spaß und Freude machen.
00:03:08: Ich konnte mich irgendwie in keinem Beruf wirklich sehen muss ich sagen musste mich nach der Schule entscheiden, was mache ich jetzt.
00:03:16: Ein Studium war für mich irgendwie nicht so das, was ich für mich gebraucht habe und hab dann eine Ausbildung als OP-Schwester gemacht, weil das meine Cousine auch gemacht hat und ich wollte etwas mit Menschen machen.
00:03:33: Gesundheit war auch etwas, was mich sehr interessiert hat.
00:03:39: Ausbildung gemacht, ganz klassisch und hab dann ... ja zwölf Jahre im OP gearbeitet.
00:03:46: Und glaub ich, mich erst mal gar nicht gefragt ist das was ich eigentlich gerne mache?
00:03:51: Was mir selbst entspricht.
00:03:53: Das kam dann erst viel später.
00:03:55: Ist so spannend, dass du das erzählst, dass man das nicht auf dem Schirm hat, dass der Beruf auch kreativ sein kann.
00:04:02: Mhm.
00:04:04: Dass es das nicht verknüpft wurde in der Schule wahrscheinlich.
00:04:09: Manchmal wild.
00:04:10: Und so OP-Leben ist ja tatsächlich nochmal ganz anders ... Oder so Krankenhausleben, finde ich, ist noch mal ein ganz eigener Kosmos oder eine eigene kleine Welt in sich.
00:04:21: Ja,
00:04:21: definitiv!
00:04:23: Also das hat mich auch sehr geprägt.
00:04:26: Weil... Ich glaube es gibt wenige Berufe die SOF Unfrei sind wie OP-Schwester.
00:04:33: Du darfst nicht reden, wann du willst oder nicht auf Toilette gehen, weil du willst.
00:04:36: Du hast eigentlich keine Pausen, du arbeitest irgendwie zwölf bis vierzehn Stunden ruhig.
00:04:42: Das sind sehr anstrengende Arbeitsbedingungen und ich als sehr freiheitsliebender Mensch war schon immer ... hab mich schon immer falsch dort gefühlt.
00:04:53: Immer irgendwie ... ja, nicht am richtigen Ort aber ich wusste auch ehrlich gesagt nicht so richtig, was ich denn sonst machen sollte.
00:05:05: Und dieser Job hat mich aber letztendlich ... also erst mal eine persönliche Krise gestürzt und daraus hat sich dann der Wunsch immer mehr entwickelt, mein eigenes Ding zu machen und etwas zu machen, das wirklich mir entspricht, meinem Wesen entsprechend, was Ich gerne mach ,was Ich gut kann.
00:05:27: Deshalb bin ich auch dankbar für diesen Weg, der doch aber auch sehr hart war auf jeden Fall.
00:05:35: Wenn man das manchmal so im Nachhinein hört, da war eine Krise und dann ist was Tolles drauchs entstanden.
00:05:41: Hört sich das einfach an?
00:05:42: Aber wenn man selbst in dem Punkt drin ist der Krise, hat man oft das Gefühl, dass es gar nicht einfach ist.
00:05:48: Und auch noch nicht den Weg sieht wo's hingeht.
00:05:52: Kannst du oder magst du darüber mal reden wie das für dich war als du an diesem Punkt warst, wo du dachtest okay ich kann nicht mehr so im OP weitermachen wie es vielleicht jetzt ... Wie war das für Dich?
00:06:03: vielleicht auch deine Tools da rauszukommen, Schritt für Schritt?
00:06:08: Ja.
00:06:08: Das war schon ein längerer Weg.
00:06:10: Es war nicht so ... Ah ja!
00:06:12: Ich hab's jetzt verstanden wie du gesagt hast und dann wird es auf einmal leicht und bunt.
00:06:16: Und das war schon einen Weg über mehrere Jahre.
00:06:23: Ich habe irgendwann eine
00:06:24: Yoga-Lehrerin-Ausbildung
00:06:26: gemacht.
00:06:27: Das ist der Anfang, wo ich gemerkt hab Ja, entdecke viele Themen in mir selbst.
00:06:36: Ich bin viel mehr bei mir selbst angekommen.
00:06:40: Ich hab für mich viele Themen der Vergangenheit so heilen können und habe gemerkt, dass das ist irgendwie ein Weg ... Und es könnte ein Weg sein auch für die Zukunft, das auch selbst weiterzugeben, weil's mir so selbst geholfen hat zu mich im Leben was
00:06:59: ... Ja, immer
00:07:01: schneller, immer größer, immer weiter mich doch oft darin sehr verloren habe.
00:07:07: und durch Yoga, durch Achtsamkeit, durch diese Praktiken haben mich immer wieder zurück zu mir selbst so gebracht.
00:07:14: Und das wollte ich dann irgendwann auch ja weitergeben!
00:07:20: Und hast du das dann eher, also hast du es erst mal Teilzeit gemacht oder hast du gleich so einen harten Cut gemacht und gesagt ne ich hör das jetzt komplett auf?
00:07:28: Oder kam das war ein fließender Übergang mit der Yoga Praxis.
00:07:33: Das waren fließende Übergangen.
00:07:35: dadurch dass Man im Gesundheitswesen so gebraucht wird, kann man sich das auch wirklich gut erlauben.
00:07:43: Dazu sagen ich reduzier irgendwie jedes Jahr noch mal ein bisschen mehr und bin dann irgendwie von achtzig Prozent auf fünfzig Prozent und hab dann irgendwann nur noch einen Tag die Woche im OP gearbeitet.
00:07:55: Das war immer mein Sicherheitsanker.
00:07:57: aber für mich auch so'n ...
00:08:00: Ja!
00:08:01: irgendwie auch gut, weil ich mich dann nicht so sehr unter Druck setzen muss.
00:08:05: Das muss jetzt direkt Gewinne abwerfen und ich muss damit meinen Unterhalt
00:08:11: finanzieren.".
00:08:12: Und das war für mich ein ganz guter Weg, das so pö-apül zu machen!
00:08:18: Das kann ich verstehen... Und gleichzeitig ist es ja wahrscheinlich auch ein Beruf wo man wo du jetzt immer noch zurückkommen könntest, wenn du wollen würdest.
00:08:29: Weil die ja immer noch händering gesucht werden.
00:08:31: also ist ja wirklich so mein da kann man ja immer... Also das ist ja eher deine Basis sozusagen und als hast du ja drauf das kannst immer noch zu rückwänzen dass irgendwas nicht funktioniert auch wenn man es nicht macht wahrscheinlich weil sie nicht gut tut.
00:08:49: aber es ist eine Möglichkeit.
00:08:51: Ja, für mich war es, muss ich sagen, nie so ein wirkliches Risiko.
00:08:55: Weil wie du sagst ... im Gesundheitswesen werden zu viele mit Händringen gesucht, dass ich heute entscheiden könnte, ich gehe wieder zurück und morgen könnte ich wieder irgendwo anfangen.
00:09:07: Das ... ja, deshalb war's für mich irgendwie auch einfach zu sagen okay, ich kündige da jetzt und könnte aber jederzeit wieder einsteigen.
00:09:17: Nimm uns mal mit, in welchem Jahr war das?
00:09:19: So ... Genau, vor wieviel Jahren?
00:09:22: Also
00:09:23: ich habe langsam angefangen mit nebenbei Yoga Stunden zu geben.
00:09:28: Da hab' ich damals mit meinem Mann in der Schweiz gewohnt.
00:09:32: In den Nähten von Bürich.
00:09:34: Dort habe auch meine Ausbildung als Yoga-Lehrerin gemacht und da habe ich wirklich so ja einen Tag die Woche mal eine Yoga Stunde gegeben.
00:09:43: dann wurde es immer mehr dass mir dann auch ein Raum selbst gemietet hat.
00:09:50: Dort ist auch wirklich die Idee vom Free Soul auch entstanden.
00:09:53: Also damals in der Schweiz, wo ich auch schon mir Räume angeschaut hatte, wo die Idee tatsächlich abends in der Weinbar mit meinem Mann zusammen entstanden ist und ich auf einer Servierte den Entwurf und die Ideen von Free Soul aufgeschrieben hatte.
00:10:14: Und dann ging das so langsam los, dass ich mir auch in der Schweiz Räume angeschaut hatte.
00:10:22: Es wurde schon recht konkret.
00:10:25: Dann hat es aber doch nicht funktioniert und das Leben wieder nach Frankfurt zurückgebracht.
00:10:35: Ja, dann ging das hier weiter.
00:10:37: Ich habe auch erst mal wieder im OP gearbeitet und auch nebenbei Jogastunden gegeben und hab parallel immer nach Räumen geschaut in Frankfurt.
00:10:49: Hab aber muss ich sagen recht schnell erstmal aufgegeben weil ich so dachte okay diese Preise hier in der Stadt werde ich nie bezahlen können.
00:10:57: wie soll ich Mir leisen?
00:11:01: und habe das dann erst mal auf Eis gelesen.
00:11:03: Das war da im Jahr zwei tausend neunzehn, wo wir wieder hier nach Frankfurt zurück kamen und hab' dann erstmal ein Jahr auch wirklich gar nicht mehr geschaut und hab das Ganze so ein bisschen den Wunsch vergraben.
00:11:19: Dann war es einen Tag vor Weihnachten, zwanzig-zwanzig.
00:11:24: Wo ich irgendwie... Also es war wirklich wie so eine Eingebung.
00:11:27: Ich hatte das Gefühl, ich muss jetzt noch mal nach Locations schauen und bin dann auf Ebay Kleiner zeigen.
00:11:35: Obwohl ich nie auf EbAY Kleiner zeigen nach Räumen geschaut habe.
00:11:39: Und dann war auch direkt die erste Anzeige dieser Raum.
00:11:45: Es sah, muss ich sagen sehr ... bauffällig sehr wild aus.
00:11:49: aber da habe ich genauso meine chancen wie gesehen weil ich bin handwerklich begabt ich kann sehr viel selbst irgendwie umbauen und die hand nehmen und hab gedacht okay das ist jetzt irgendwie meine chance ich rufe da direkt an.
00:12:05: Hab den magler angerufen und gesagt was ich vorhab mein idee und der magler hat direkt so gesagt.
00:12:14: Schöne Idee.
00:12:15: Aber schauen Sie erst mal, fahren sie mal hin?
00:12:18: Schauen Sie durchs Fenster und sagen, ob Sie immer noch Interesse haben.
00:12:22: Ja... Und dann bin ich wirklich direkt auch hingefahren.
00:12:27: Hab mir das Ganze durchs fenster angeschaut.
00:12:29: Man konnte kaum irgendwie was sehen weil die Fenster so dreckig waren und es war alles... Also es war vorher eine alte Werkstatt von der Polsterei Wild.
00:12:43: Und man braucht gute Vorstellungsvermögen, dass man da irgendwie einen Raum gesehen hat wo man später mal Yoga und Kreativkurse machen kann.
00:12:55: aber ich habe das direkt gesehen eigentlich genauso wie es jetzt auch geworden ist.
00:13:03: Wie schön!
00:13:04: So ein kleines Weihnachtsgeschenk für dich.
00:13:09: Ja cool Das heißt, du hast es so irgendwas gespürt da drinnen und gesehen an dich.
00:13:16: Musstest du dann noch dein Mann oder irgendjemand anderen überzeugen davon?
00:13:20: Dass du durchziehst oder waren alle gleich so, ja, lass das machen?
00:13:24: Also mein Mann war glaube ich der Einzige, der gesagt hat, dass wird was und trau dich macht das.
00:13:30: Alle anderen haben glaube ich gesagt, sag mal bist du total verrückt, hast dir den Raum angeschaut.
00:13:36: Wie soll das denn irgendwie etwas werden?
00:13:39: Aber ich habe mich... überhaupt nicht abbringen lassen.
00:13:43: also, ich habe auch nie irgendwie glaube ich zweifel geäußert und ich glaube deswegen hat mir auch kaum ja einer irgendwie das ganze ausreden wollen weil ich da schon voll intuit war.
00:13:56: und so wie macht es auf jeden fall.
00:13:59: Und wie lange hat der Prozess der Renovierung gedauert?
00:14:02: Also bis man wirklich sehen konnte, ah das ist die Vision oder so wie es heute ist.
00:14:06: Das
00:14:06: hat tatsächlich über neun Monate gedaubert also wie ein Baby was geboren wird.
00:14:17: Kein einfacher Prozess, also wie so ein Altbau oft irgendwie ist.
00:14:23: Man fängt da was an und dann bröckelt die Wand an und es war wirklich jeden Tag irgendwas Neues, was einen überrascht hat.
00:14:33: Also wir haben auch sehr viel selbst gemacht
00:14:37: Aber in der Zeit muss man... Ja Musste die in der Zeit schon Miete zahlen oder durfte dir wenigstens ohne Miete renovieren?
00:14:44: Oder hatte ihr einen guten Deal da?
00:14:46: Das war
00:14:46: tatsächlich ein ganz guter Deal.
00:14:49: Also, der Vermieter hat auch sehr viel selbst gemacht... Und war dann irgendwann auch begeistert.
00:14:55: Es hat ein bisschen gedauert, bis er so gesehen hat was ich da eigentlich machen möchte.
00:15:01: aber irgendwann war ja dann auch so Feuer und Flamme und kam dann noch jeden Tag mit irgendwie ... Er will jetzt eine Fußbodenheizung einbauen und will es irgendwie richtig schönmachen und hat mich immer nach meiner Meinung gefragt und das war dann total schön.
00:15:15: wir hatten ne gute Abmachung viele Sachen selbst gemacht, aber der Vermieter hat das Hauptsächliche eigentlich an Kosten auch getragen.
00:15:28: Das war wirklich gut!
00:15:30: Die letzten Wochen vor der Eröffnung waren dann wirklich sehr, sehr stressig dass ich mit meinem Mann und Freunden eigentlich jeden Tag bis nachts dort gearbeitet haben damit es irgendwie fertig wird pünktlich zur Eröffnungen.
00:15:45: Das war schon eine wilde Zeit aber hat sich auf jeden Fall gelohnt.
00:15:54: Zu der Öffnung, hattest du dann ein Konzept so wie es jetzt ist?
00:15:58: Oder war das irgendwie auch ein Prozess, dass sich das entwickelt hat.
00:16:03: Also genau ... Vielleicht erzählst du erst mal um die Leute abzuholen was du jetzt machst und dann kannst du ja erzählen ob das schon immer so war oder genau.
00:16:11: Wie ist die Arbeit in Free Soul
00:16:15: im Moment?
00:16:16: Also das Free Soul ist ein Ja, ein Wort der Begegnung Ein Wort wo Wir Menschen wieder langsamer werden dürfen in einer sehr vollen, sehr lauten, schnelllebigen Zeit.
00:16:29: Das ist ein Ort wo man sich mit anderen Menschen verbinden kann und das durch verschiedene Kurzen, Workshops rund um Yoga-Achksamkeit, Gesundheit, kreative Workshop.
00:16:44: Und ja...das ist so der Kern vom Free Soul heute!
00:16:51: Die Anfangsidee war schon auch sehr, sehr ähnlich.
00:16:54: Es gab nur noch den Aspekt, dass ich einen kleinen Store am Anfang hatte, der dann wirklich fünf Tage die Woche geöffnet war, wo ich meine eigenen Kreationen, also getöpferte Sachen, Karten und verschiedene selbstgemachte Sachen verkauft habe – und auch von kleinen Künstlern hier aus Frankfurt und Umgebung.
00:17:19: Hab dann aber relativ schnell gemerkt, okay alles zusammen ist wirklich sehr viel.
00:17:25: Also selbst Workshops geben die anderen Kurse von den anderen aus dem Team verwalten... ...dann den eigenen Store und also ja und die Administration dahinter.
00:17:38: das habe ich erstmal nicht so überblickt und hab dann ja ich würde sagen nach all einem anderthalb Jahren den Store soweit runtergefahren, dass man nur noch bei Workshops wenn man vor Ort ist Sachen kaufen kann.
00:17:53: Also ich habe jetzt noch ein kleines Sortiment an Sachen von mir aber hab das mit der Zeit dann aufgegeben um mich mehr auf die Sachen zu konzentrieren die mir wichtiger waren wie die Kurse und so.
00:18:07: das zusammenkommen.
00:18:09: ja
00:18:10: Voll schön.
00:18:11: D.h.,
00:18:11: du Töpfers nebenbei noch dein Hobby, oder wie machst Du das denn?
00:18:17: Ich gebe ja auch selbst Töpperkurse im Free Soul.
00:18:21: Also Töppern mache ich schon seit vielen Jahren.
00:18:25: Auch das ist vom Hobby zu meinem Beruf geworden und ist aber immer noch für mich so ein... Ja also beim Töpfern kann ich es so abschalten So was mit den eigenen Händen zu machen, zu sehen, was entsteht.
00:18:41: Hat für mich so etwas Erden und Entspannendes und ist eigentlich wie eine Meditation ja?
00:18:48: Ja also ich habe das nur wirklich so Volkshochschulkursmarteufwand gemacht aber es genau wie du sagst dass man diesen schönen erdigen Materialien Die Hände schmutzig machen, die sich da so reingeben in die Form und einfach im Kopf aufschalten.
00:19:03: Genau das kann ich total nachvollziehen ist schön.
00:19:07: Und dein Story jetzt ist wenn du uns mal mitnimmst durch einen klassischen Unternehmerin Alltag in deinem täglichen Leben.
00:19:23: Was sind die Aufgaben, die am meisten Zeit einnehmen?
00:19:26: Und sind das die Aufgabend, die auch am meisten Spaß machen?
00:19:29: oder wie hast du dich da aufgeteilt.
00:19:31: Ja so einen klassischen Tag gibt es fast gar nicht.
00:19:35: Also jeder Tag sieht irgendwie komplett anders aus... Oft kommen wirklich so Überraschungen, ich habe mir den Tag so und so geplant.
00:19:44: Und dann kommen irgendwelche Sachen die da komplett durcheinander bringen mit... Die Heizung funktioniert sich und ich muss mich den ganzen Tag darum kümmern dass die Heizungen wieder funktionieren oder ja so Sachen.
00:19:59: aber Ich muss sagen was ich am Anfang nicht so bedacht hab ist, dass die Administration und alle Aufgaben im Hintergrund wirklich sehr viel Zeit und Energie in Anspruch nehmen.
00:20:12: Das habe ich am Anfang wirklich nicht so gedacht wie es tatsächlich ist.
00:20:18: also das ist schon würde ich sagen so.
00:20:20: siebzig Prozent meiner Arbeit ist am Laptop mit Sachen organisieren Termine finden Rechnung schreiben Abrechnungen E-Mails beantworten, ja das ist schon der Großteil.
00:20:37: Dann bereite ich meine Kurse vor den Raum vor und schaue dass der Raum in Ordnung ist.
00:20:44: Ich halte meine Workshops meine Kurze und gebe auch noch Einzel-Sessions in Breath and Bodywork.
00:20:54: Das mache ich auch regelmäßig.
00:20:56: Ich gehe zwei bis drei Mal die Woche in eine Frankfurter Kita, wo ich die Mitarbeiter behandle mit Bodywork.
00:21:08: Das ist so meine Woche, die wirklich jede Woche anders aussieht aber auch immer wieder ähnliche Aufgaben mit sich bringt.
00:21:18: Die Administration ist das meiste und es ist auch das was mir leider nicht so viel Spaß macht wo ich jetzt auch seit einem Jahr mir eine Mitarbeiterin geholt habe, die das meiste davon übernimmt.
00:21:35: Weil ich wirklich so vor zwei Jahren gemerkt hab... Wow!
00:21:39: Mir wächst alles über den Kopf.
00:21:41: Ich laufe irgendwie mit Vollgas ins nächste Burnout und muss was ändern an meiner Ja, in meiner Tagesstruktur an meine Organisation und an meine Aufgabenverteilung.
00:21:57: Sonst geht so die Freude an dem was ich eigentlich mache mehr und mehr verloren.
00:22:04: Aber das sieht also... Cool, dass du das dann schon gecheckt hast, bevor es zu spät ist.
00:22:10: Also sozusagen ... Schon ein gutes Learning, dass man auf den Körper hört und die Zeichen erkennt wirklich, bevor's halt zu späht ist und man nicht mehr kann.
00:22:22: Ja!
00:22:22: Also cool.
00:22:24: Wie war das für dich deine erste Mitarbeiterin einzustellen?
00:22:30: Das war auch echt ein langer Prozess muss ich sagen.
00:22:33: also ... Es war erstmal die Frage bei mir überhaupt.
00:22:40: Vor zweieinhalb Jahren würde ich sagen, will ich das Ganze weitermachen weil ich wie gesagt echt so ein bisschen an Leichtigkeit und Freude im Alltag verloren habe und eigentlich kaum noch die Sachen machen konnte, die ich gerne mache nämlich Workshops geben Kurse geben mit Menschen irgendwie zusammen sein Mich ja da so ein bisschen hinterfragt wie kann es jetzt weitergehen.
00:23:06: Wie, wie will ich überhaupt weitermachen?
00:23:10: und das war erstmal sehr schwer und ich kam auch erst mal gar nicht darauf mir irgendwie Hilfe in Anspruch zu nehmen weil ich ja am Anfang immer dieses Ja will ich jetzt wirklich Geld investieren dass sich eigentlich gar nicht habe und mir jemand dazu holen?
00:23:30: Und dann habe ich aber irgendwann gesehen, es kann nicht anders weitergehen.
00:23:34: Ich brauche Unterstützung und dann hab' ich das tatsächlich bei Instagram geteilt auch so offen und ehrlich wie's mir gerade irgendwie geht und nämlich einfach geöffnet für eine Mitarbeiterin oder jemand, der mit einsteigen will oder was auch immer.
00:23:55: Also ich hatte keine konkrete Idee aber ich habe mich so ein bisschen geöffnete es muss sich irgendwas ändern und ich brauche irgendwie Unterstützung.
00:24:06: und daraufhin haben sie wirklich fünfzig bis sechzig Frauen bei mir gemeldet.
00:24:11: Ich war total überwältigt.
00:24:13: also die erst mal gesagt haben wie schön, dass du das teilst so offen und ehrlich.
00:24:19: Dass eben Selbstständigkeit auch nicht nur schön und leicht ist sondern auch sehr schwer sein kann.
00:24:29: Das auf die Hintergrundarbeit gar nicht bedacht wird und auch gewertschätzt wird.
00:24:36: Na ja, dann hatte ich auch einige die gesagt haben.
00:24:41: Ich würde dich gerne unterstützen.
00:24:43: Ich hätte total Lust das mitzumachen.
00:24:46: Ich
00:24:47: begleite das Free Soul irgendwie schon eine Weile und hätte total lust da irgendwie mitzuwirken.
00:24:55: Genau!
00:24:56: Und dann hatte sich einige Vorstellungsgespräche und habe mich dann dazu entschieden...
00:25:06: Also wie schön.
00:25:07: Und manchmal ist Social Media doch ein schöner Ort.
00:25:11: Es wird auch viel drüber geschimpft, aber ich erlebt es oft, dass wenn man das mit so einer Ehrlichkeit macht ... Dass dann auch viel Ehrlichheit und Verbundenheit irgendwie doch zurückkommt, auch wenn's nur ... online ist oder digital ist, aber dass man das schon spürt.
00:25:28: Wenn man Ehrlichkeit und Freude unter Bindung reingibt, dass es auch wieder
00:25:33: zurück
00:25:33: kommt.
00:25:34: Ist Instagram ein wichtiger Kanal für dich?
00:25:40: Ja, das würde ich schon sagen.
00:25:42: also... Ich würde sagen am Anfang war's der Kanal für mich überhaupt um Menschen zu holen.
00:25:55: Mittlerweile ist es teilweise Fluch und Segen für mich, muss ich sagen.
00:26:00: Es ist einerseits eine sehr schnelllebige Welt in den sozialen Medien und eigentlich genau das was ich im Free Soul eben so den Gegenpol zu stellen will.
00:26:18: Und andererseits möchte ich natürlich auch Menschen erreichen dass sie in meine Räume kommen können die Angebote nutzen können.
00:26:28: Und da muss ich sagen, struggle ich auch immer mal wieder von... Ja, muss sich jetzt wirklich da noch was reingeben und muss das Ganze irgendwie noch mehr bespielt werden?
00:26:41: oder ja ist es immer wieder ein Für-und-Wider, muss ich sage?
00:26:54: Kann ich total verstehen, weil das so ein zweikleisiges ... Ich muss dann immer sehr auch versuchen bei mir zu bleiben.
00:27:02: Und nicht zu weit in dieses vom Ein-Reel ins andere ... Ah, das machen die einen anderen?
00:27:08: Also, ich muss mich selber immer sehr zurückhaltend nicht ins Vergleichen zu kommen, dass die anderen kreativer besser, schöner was auch immer sind.
00:27:18: Das ist bei mir tatsächlich immer so ein Ding, dass ich versuche Wenn ich reingehe, also in das Instagram rein gehe.
00:27:31: Ist so meine Regel die ich mir selber aufgelegt habe.
00:27:34: Ich bin da um was rauszugeben Also um was zu posten und eine Nachricht zu schreiben Und etwas zu kreieren sozusagen Input zu geben und nicht sehr Input bekommen.
00:27:50: So meine kleine interne Regel, um nicht in dieses Rabbit Hole zu fallen und vom einen wie zum anderen zu scrollen.
00:27:57: Klappt auch mal weniger gut aber genau rauszugeben und nicht so viel reinzukommen sozusagen.
00:28:05: Ja man kann mich sehr schnell darin verlieren.
00:28:09: das ist auf jeden Fall so und deswegen finde ich es halt oft so schwierig weil Das resource dieser Gegenpol dazu ist wieder zu sich kommen.
00:28:21: Langsamer werden bewusster werden.
00:28:23: und ja, Instagram so das komplette Gegenteil.
00:28:28: aber Ja ich möchte mich natürlich da auch irgendwie zeigen und die Menschen geben mich finden zu können.
00:28:39: Und heutzutage es ist finde ich fast auch schon nötig da irgendwie eine Präsenz zu haben weil's eigentlich so Um die Präsent einfach ist, es fast so wie eine kleine Webseite zu haben.
00:28:51: Schon als Unternehmer irgendwie auffindbar zu sein.
00:28:58: Wenn du jetzt ein bisschen in die Zukunft guckst oder in die kurze Zukunft oder in der weiten Zukunft, wie du magst ... Wir haben vor Gespräch schon gesprochen, das sind ja jetzt fünf Jahre Free Soul was ja schon verrückt ist, wie schnell die Zeit vergeht!
00:29:16: Was sind deine Pläne für die nächsten, ich sag mal fünf Monate und für den nächsten fünf Jahre?
00:29:26: Genau jetzt im Oktober wird das Free Soul fünf Jahre.
00:29:30: Und ich habe mir überlegt Ich möchte es nicht einfach mit irgendwie einer Feier Sondern ich möchte es größer und irgendwie auf eine längere Zeit strecken und hab mich überlegt Wir werden fünf Monate das Free soul feiern Und zwar, jeder Monat ab Oktober bis Februar wird ein Oberthema bekommen.
00:29:53: Ein Thema was sehr wichtig für mich, was sehr wichtig fürs Resolve ist und zu diesem Thema gibt es verschiedene Workshops-Kurse, Events.
00:30:04: Es wird sehr viel Hintergrundwissen dazu kommen warum das Ganze denn für mich und das Resolve so wichtig ist.
00:30:12: Ich lade auch Gäste, Gästinnen ein und die auch ihre Angebote bei mir im Freestyle teilen.
00:30:19: Es werden alles Workshops und Kurse sein, die nur einmalig stattfinden also in diesem Monat.
00:30:25: Genau so will ich das Ganze auf eine andere Weise zelebrieren.
00:30:31: Und freue mich da schon sehr drauf!
00:30:33: Wir sind da im Hintergrund ganz viel am vorbereiten und die Vorfreude steigt um was da alles so schönes angeboten wird.
00:30:44: Das hört sich wirklich schön an.
00:30:45: Und das findet man.
00:30:46: aber deine Angebote, findet man auf der Website?
00:30:48: Genau.
00:30:49: Die findet man halt
00:30:49: auch auf meiner Website und auch auf Instagram.
00:30:52: da werden immer die neuen Kurse dann für die Monate geteilt... ...und dann auch wann kann man sich für die Kurse anmelden.
00:31:02: Genau!
00:31:02: Das ist sowohl das was jetzt in der nächsten Zukunft stattfindet.. In den nächsten fünf Jahren würde ich sagen, ja, ich möchte noch mehr Menschen ermöglichen oder mehr Menschen anziehen die einen Ort suchen, an dem man wieder zu sich selbst kommen kann.
00:31:25: An dem man in Verbindung mit anderen Menschen kommen kann, an denen man aus einer sehr schnell lebenden, sehr vollen Welt und Stadt immer wieder so kleinen Zufluchtsort finden kann an dem man selbst ankommt, zur Ruhe kommen kann und sich über verschiedene Kurskursangebote selbst erfahren und entneuern decken kann.
00:31:50: Das ist so mein Wunsch!
00:31:52: Ja,
00:31:55: das finde ich auch richtig schön und ich glaube auch dass die Menschen immer noch mehr brauchen durch diese ganzen schnelle KI-Geschichten, dass dieser Rückbesinnung zu Nicht-KI und wirklich wahrhaftigen menschlichen Verbindungen.
00:32:13: Und auch in Anführungszeichen echten Sachen.
00:32:21: Genau das hat eine ganz andere ... Für mich ist es Schwingung irgendwie so ein ganz ... Man fühlt es so wirklich wenn ich ... Weiß nicht, ob es dir ähnliche Gedicht fühle.
00:32:32: Ist tatsächlich auch um Design oder eine Illustration?
00:32:35: Wenn die
00:32:37: von
00:32:37: der Hand gemacht ist, hat das ein ganz anderer Freibad irgendwie als so was eher.
00:32:42: Aber deswegen ist es wunderschön, dass es so Orte gibt wie
00:32:45: dein... Ja ich glaube, es wird auch immer wichtiger, dass so Orten entstehen einfach, wie du sagst, der ehrlichen Verbindung und der wirklichen Verbindung unter Menschen.
00:33:00: Da möchte ich auf jeden Fall so ein Gegenpol sein, dass Menschen diesen Zugang bekommen können.
00:33:11: Schön!
00:33:12: Sehr schön.
00:33:14: Und wirst du noch ... Hast du einen Plan für fünfzig Jahre?
00:33:18: Hast du schon mal in deinen fünfzig Jahren zu deinem Selbst?
00:33:24: Hast Du da schon Bild vor dir oder lässt du das auch nicht zukommen?
00:33:28: Ich ... Ich muss sagen, ich habe immer so ein Leitfaden für mein Leben.
00:33:35: Aber ich setze mir ungern Ziele, sondern eher eine Vision, einen Wegweiser.
00:33:41: und ich glaube, ein Wegweisere für mich ist schon seit vielen Jahren die Achtsamkeit gewesen und es soll auch weiterhin sein.
00:33:52: Achtsa mit mir, meinem Körper, meinen Gedanken, meinen Gefühlen.
00:33:56: Achta mit meinen Mitmenschen... meiner Umgebung, der Natur.
00:34:00: Und ich würde damit gerne mehr Menschen anstecken und mir selbst ein Leben kreieren und das so wie einen Stein, der weite Kreise zieht andere Menschen damit inspirieren mit sich selbst in Kontakt zu kommen auf ehrliche Weise mit anderen in Kontakt weil ich ja liebevoller irgendwie so eine welt entstehen zu lassen.
00:34:34: Ich glaube, dass genau das was die welt tatsächlich auch ein bisschen braucht und bisschen liebevoll mit jedem zu sein.
00:34:41: Das würde schon ganz ganz viel helfen im alltag.
00:34:45: Es ist wunderschön!
00:34:47: Liebe Luisa, ich danke dir für deine zeit und deiner offenen worte.
00:34:52: Ich finde das toll, wenn man immer so einen kleinen Einblick bekommt in die Gefühls- und Berufswelt von anderen Menschen.
00:34:59: Danke für deine Worte!
00:35:01: Und ich hab zwar noch tausend Fragen, aber vielleicht können wir die mal im zweiten Podcast klären?
00:35:06: Das hat mir
00:35:07: super viel Spaß gemacht mit dir zu reden.
00:35:11: Ja total... Wir sehen uns dann hoffentlich zu deinem fünfjährigen Jubiläum irgendwie.
00:35:18: Sehr
00:35:18: gerne.
00:35:20: Vielen Dank auch für's
00:35:22: Reben.
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