32 - Interview mit der Künstlerin Petra Schott

Shownotes

Petra Schotts Website: https://www.petra-schott.de

Petra Schotts Instagram: https://www.instagram.com/petra.schott.art/

Mein Instagram: @truestudio.de

Meine Homepage: www.true-studio.de www.dhcmedia.de

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00:00:00: Dieses Gespräch, was jetzt kommt mit Petra hat mich nachhaltig wirklich beeindruckt.

00:00:04: Petra ist so eine tolle Frau und ihre Karriere ist wirklich... Ich würde fast sagen einzigartig!

00:00:10: Gleichzeitig kann man glaube ich super viel von ihr lernen und ein Beispiel daran nehmen.

00:00:14: Viel Spaß dabei!

00:00:17: Liebe Petra, herzlich willkommen im Podcast Kreative Karriere.

00:00:20: Ich freue mich sehr, dass du heute hier bist!

00:00:23: Ja ich freue mich auch, dass Du mich hier besuchst in Frankfurt.

00:00:26: Genau

00:00:27: wir sind zu Hause heute bei Petraschott und Petra ist Künstlerin aus Frankfurt hast du gerade gesagt und hat eine ganz spannende Karrierei da mich dich jetzt ganz viele tolle Fragen

00:00:38: stellen.

00:00:39: wenn man Dich trifft irgendwo bei einer Bar, in der Veranstaltung irgendwo und jemand fragt dich so Petra was machst du eigentlich so?

00:00:49: Was ist deine Antwort im Moment?

00:00:52: Im Moment ist meine Antwort.

00:00:54: Ich bin Künstlerin aber das hat eine Weile gedauert.

00:00:58: ja ich habe dann immer überlegt was soll ich jetzt sagen wenn ich war mal Juristin oder soll?

00:01:07: Ich bin Juristin, aber auch Künstlerin.

00:01:10: Aber jetzt nachdem ich zwölf Jahre aus dem juristischen Beruf raus bin, habe ich das Gefühl, ich bin nicht mehr Juristinnen.

00:01:18: Du bist jetzt die Künstlerin?

00:01:19: Ja.

00:01:21: Schön!

00:01:22: Das klingt auch total spannend.

00:01:23: Du hast schon gerade erzählt du warst mal JuristIn, hast damit angefangen.

00:01:27: Wenn wir jetzt zurückgehen ganz zu dem Start wo man sich so entscheidet nach der Schule was will man eigentlich machen?

00:01:33: gab es da die Auswahl Künstlerin oder Juristin?

00:01:37: Oder war das ganz klar, für dich erst Juristen zu werden.

00:01:41: Die Kunst hat überhaupt keine Rolle gespielt als ich Abitur hatte.

00:01:46: Ich habe den Kunstunterricht nicht besonders toll gefühlt und mich für Kunst interessiert aber selber aktiv hatte ich keinen Zugang zu.

00:01:56: Das war eben damals auch der Kunstunterrecht.

00:01:59: Ja, das sind diese billigen Farben.

00:02:02: Diese Deckfarm, die aber nicht decken und es ist das billige Papier... Es macht auch keinen Spaß nach nichts aus!

00:02:09: Also für mich ich wollte mein erster Berufswunsch war... Ich wollte Matheologie studieren.

00:02:17: Das war dann schon noch früher.

00:02:18: Dann kam Psychoanalytikerin und dafür hätte ich Medizin studieren müssen also Wäre trotzdem gewesen, weil man als Psychoanalytiker damals nicht selbst bestimmen konnte.

00:02:31: Welche Menschen man auch in diesem Anbrauen überweilen kann.

00:02:36: Gut dann habe ich mich für Medizin beworben und hätte ein halbes Semester warten müssen Und das habe ich dann noch mal genutzt, um mich umzuschauen und habe festgestellt, dass ich doch... Ich bin eigentlich nicht sehr hypo-kondrisch für Medizin.

00:02:52: Glaube ich reicht es doch nicht!

00:02:54: Ja.

00:02:54: Dann hab ich gedacht, nee, das mache ich nicht, ist zu viel Blut.

00:02:58: Meine zweite Wahl war dann Juriste Reise mit dem Gedanken ja was hält so eine Gesellschaft zusammen an Regeln?

00:03:07: Und Formen ... juristische Gestaltung.

00:03:12: Es hat mich schon interessiert!

00:03:13: Ja,

00:03:13: es ist auch ein spannendes Feld

00:03:15: und dann habe ich... Wir hatten ein paar Juristen-Männer allerdings in der Familie und ich hab gesagt ja das ist schon... Und ich bin auch damit selbstständig ne?

00:03:24: Also es ist gefährlich einen Beruf mit dem ich arbeiten kann.

00:03:28: Das war viel mehr was eigentlich.

00:03:30: Ja, d.h.

00:03:31: das Selbstständige war dir schon wichtig.

00:03:32: Das waren mir

00:03:33: unheimlich wichtig auf jeden Fall auch etwas wo ich wirklich eine finanzielle Sicherheit haben.

00:03:40: Wenn ich so irgendwie am Boden langschramme, das wollte ich nicht.

00:03:45: Ich wollte schon was, wo ich sicher bin und Jura bietet halt sehr viele Möglichkeiten wenn man studiert hat.

00:03:52: es ist ja sehr offen dass die Juristen werden an so vielen Stellen gebraucht.

00:03:56: Das sind auch zum Teil dann letztlich nicht nur typisch juristische Arbeiten, das kann auch kreativer sein, denn wenn man sich viel mehr ausdenken muss also rechtsanwalt ist die ja nicht kreativ als Richter?

00:04:12: Ja, das glaube ich dass man da auch die Kreativität irgendwie sich auslegen kann und da hast du dann ja auch Karriere gemacht oder lange an dem Feld gearbeitet, auch in verschiedenen Ländern.

00:04:26: Wie kam dann aber so langsam die Kunst?

00:04:29: Kam es dann so ein bisschen dass du zur Ausstellung gegangen bist oder ist das in dir geschlummert und nur hast du das so entdeckt...

00:04:35: Ich war ein paar Jahre mit einem Künstler befreundet und der hat mir irgendwann mal einen kleinen Aquarekasten

00:04:43: gesehen.

00:04:44: Und wir waren schon nicht mehr befreündet als ich im ersten Examen war für Jora.

00:04:54: Und das war damals wahrscheinlich heute auch noch so eine sehr anstrengende Zeit, weil man halt unter Zeitdruck ja ne theoretische Fallbearbeitung oder Ja, weil es waren sechs Wochen Zeit hat um diesen Fall zu bearbeiten.

00:05:15: Und das ist, das kreist dann natürlich immer zu im Kopf.

00:05:18: Damals machte das Juridikum also die juristische Bibliothek in der Uni dann auch zu um acht.

00:05:25: Das heißt um acht wurde man nach Hause geschickt, war vielleicht auch

00:05:28: ganz gut so.

00:05:30: und dann kam ich in meine kleine Studentenwohnung und dachte ja was mache ich jetzt eigentlich?

00:05:36: Man ist dann so ausgelaubt, also auch so leer im Kopf.

00:05:40: Aber zur Bewegung hatte ich auch keine Lust mehr und dann fiel mir dieser Aquarellkasten wieder ein.

00:05:47: Das ist doch jetzt einfach sensationell gut!

00:05:50: Ich hol den mal raus.

00:05:51: Ich habe damals Wacke und Klee geliebt.

00:05:54: diese kleinen Aquarelle von der Tunis Reise hat auch so'n kleines Büchlein.

00:05:57: Ich hab gedacht wie haben wir das gemacht eigentlich?

00:06:00: Das versuche ich jetzt mal.

00:06:01: Und dann habe ich angefangen mit Blick auf die Fenster alles was mir so untergegangen und das hatten wir einfach unheimlich ein Spaß gemacht.

00:06:10: Es brauchte keine Erklärung,

00:06:11: es brauchte

00:06:12: auch nicht gut zu sein.

00:06:18: Da bin ich dann von da an wirklich auch immer dabei geblieben.

00:06:22: also auch in der Referendarzeit habe ich viel gemacht Und habe mich dann nach dem Abschluss des Referendardienstes noch mal entschieden, Kunst zu studieren.

00:06:34: Damals schon in Kassel.

00:06:35: Ich war ein Göttin für Studium und hatte einen Kastel von Referendarinz.

00:06:41: Die haben meine Kunsthochschule auch und haben mich dafür freie Kunst beworben.

00:06:47: Das hat überraschenderweise auch geklappt!

00:06:49: Ja und ich hab da eine Zeit lang... alles mögliche gelernt und aufgesogen habe, aber auch mir gesagt ich kann hier nicht fünf Jahre aus dem juristischem raus.

00:07:03: Dann will mein Examen niemand mehr sehen beziehungsweise es gilt nichts mehr, weil ich zu lange raus bin.

00:07:10: Und da war dann wieder so der Sicherheitsaspekt.

00:07:12: ja das gedacht habe ich weiß nicht ob ich wirklich gut genug bin um davon leben zu können.

00:07:23: Ich kannte auch in Kassel viele Künstler, das ging so eher nicht so

00:07:29: gut.

00:07:30: Er von Hand in den Mund sozusagen zu leben ja ein bisschen

00:07:34: und ich habe mich dann dafür entschieden für mich privat weiterzumachen aber meinen Hauptberuf das Juristische sein zu lassen.

00:07:43: also ich hab mich dann für einen Richterdienst beworben wurde da auch angenommen

00:07:50: Spannend.

00:07:51: Also du hast erst Jora studiert, dann hast du Kunst studiert und dann entschieden erstmal die finanzielle sichere Weg zu gehen aber die Kunst nebenbei immer weiterzumachen.

00:08:01: Habe ich auch gemacht.

00:08:02: also ich habe in der Zeit eben weitergemacht.

00:08:05: Ich hatte auch kleine Ausstellungen.

00:08:09: Und da bekommt man ja auch immer eine ganze Menge Möglichkeiten mitzumachen.

00:08:16: Es sind Leute auf mich aufmerksam geworden, ich konnte in öffentlichen Räumen viel ausstellen... Es war okay.

00:08:30: Ja,

00:08:31: ich finde es gibt ja dann der Kunst auch eine gewisse Freiheit weil man wie du sagst das eben nicht gleich gut sein muss.

00:08:37: also man kann sich ausprobieren man kann nicht gut sein man kann mal nichts verkaufen.

00:08:42: Das ist ja auch in der Kunst eine wahnsinnige Freiheit nicht diesen Druck zu haben.

00:08:46: Ja es ist wirklich... Also ich musste damals natürlich nicht verkaufen und mich gefreut wenn es schon auch eine Bestätigung und eine Ermutigung zu sagen, es hätte mir nichts ausgemacht nicht zu verkaufen.

00:09:01: Das wäre glaube ich gelogen ist war schon schön weil ich gesehen habe ja damit können Menschen was anfangen und ja das war eine lange Zeit.

00:09:18: also ich hab dann abends gemalt ich habe im Wochenende etwas gemacht im Urlaub wie's eben so gehen Aber es hatte natürlich nicht die Intensität, die's jetzt so hat.

00:09:29: Und ich hab auch zu Hause dann einen Raum gehabt.

00:09:31: aber das ist auch was anderes als wenn man ein Studio hat, ein Atelier hat in dem man so richtig loslegen kann.

00:09:38: Also auch etwas Unordnung, Dreck...

00:09:42: Stehen lassen,

00:09:44: Farben, Geruch und so weiter angeben.

00:09:49: Das heißt du malst mittlerweile mit Ölfarben?

00:09:51: Ja.

00:09:51: Und

00:09:52: hast mit Aquarell angefangen.

00:09:55: Wie war so die Entwicklung zu deiner

00:09:58: Bildsprache

00:09:59: oder dein Themen, die du so hattest?

00:10:01: Hast Du im Moment irgendwas was sich besonders beschäftigt in Deiner Arbeit.

00:10:05: War das schon immer da oder genau kannst Du davon erzählen wie Du so ein bisschen deine Themen aussuchst?

00:10:10: Ja

00:10:11: also ich war lange in einer privaten kleinen Gruppe in der wir Aktzeichen umgemacht haben mit zwei Frauen eine junge und eine alte.

00:10:18: es war über glaube sechzehn Jahre also die ganze Zeit in der ich in Kastel gelebt habe, war ich in dieser Gruppe.

00:10:26: Und das hat mir sehr viel bedeutet.

00:10:29: Ich hab also Körper ... ähm... sehr gern gezeichnet.

00:10:35: Also es waren weibliche Körper auch und fand das sehr schön!

00:10:39: Ich fand auch, dass ist eine Schulung.

00:10:41: Man kann damit experimentieren, man kann das abstrakter werden lassen oder man kann detaillerausgreifen Und so weiter.

00:10:50: Also wir haben da viel, alle waren glaube ich sechs und da viel experimentiert auch und für mich war diese Kontinuität auch wichtig einmal die Woche man tatscht sich auch aus.

00:11:00: Ich habe eine Menge erfahren mitbekommen.

00:11:05: das war immer ein Anstoß mich mit Menschen zu beschäftigen aber das war ein Interesse von Anfang an.

00:11:14: Also Menschen, die Psyche was dahinter ist also insofern auch das Gesicht.

00:11:18: Das Porträt hat mich auch immer interessiert und ich mach es allerdings sehr selten.

00:11:22: Ich hab's damals ab und zu gemacht.

00:11:27: Also der Menschen all seinen Variationen... ...das war ein Thema Literatur war immer ein Thema, wo er sie und dann weitet sich das so auf Erinnerung.

00:11:40: das spielt mit rein immer glaube ich.

00:11:49: Und das Medium hat sich natürlich auch nochmal geändert.

00:11:51: Diese Aktzeichnungen haben wir alles auf Kleinen, weil das immer bei jemandem zu Hause war und dann hatte ich Platz hier jetzt riesige Leinmänner mit zu bringen.

00:12:02: Das waren nicht die Zeit, es waren immer so fünf

00:12:04: Minuten Stellung,

00:12:06: die die Frauen gesessen haben... ...und es ging darum, sie schnell zu erfassen!

00:12:13: Und da nimmt man eben ja aquarelle Stifte.

00:12:18: Ja,

00:12:19: schön.

00:12:20: Das kenne ich auch noch aus meinem Studium die... das hat mir auch immer Spaß gemacht weil man sich immer so neu einstellen muss und dann wechselt die Pause und dann macht man einfach weiter und kommt dann in so einen Floh rein irgendwie auch.

00:12:31: Genau!

00:12:32: Ja, das finde ich auch was sehr Schönes.

00:12:36: So, das hat mich kontinuierlich begleitet.

00:12:42: Ansonsten haben sich meine Themen so aus dem Alltag auch ergeben.

00:12:46: Ja, aber was ich schon gesagt habe eben Literatur der Mensch in seinem

00:12:53: ganzen

00:12:54: Umfeld.

00:12:55: Das zieht sich durch, ob Medizin oder Jura da... Ich mein bei Juristisch hat man auch tiefe Einblicke in die Züge des Menschen.

00:13:03: Die zügelt

00:13:05: mich schon immer.

00:13:06: das unbewusste Halbbewusse Das ist ja immer noch.

00:13:12: Weil das ist natürlich ein reicher Schatz, den man da in sich trägt und den so ein bisschen zu heben in der Malerei.

00:13:20: Das finde ich sehr spannend!

00:13:22: Und vor vierzehn Jahren hast du dann Vollzeit angefangen zu malen?

00:13:28: Ja, vor zwölf

00:13:29: Jahren.

00:13:32: War das für dich ein schwerer Umstellung so vom juristischen Alltag in den künstlerischen Alltagen?

00:13:38: Oder musstest du erst mal Pause machen mit nichts tun, um die Juristerei gehen zu lassen.

00:13:44: Ja genau!

00:13:47: Sind ja schon zwei unterschiedliche Alltage.

00:13:50: Aber da ich es immer parallel gemacht habe war's auch nie soweit weg.

00:13:56: Ich bin dann auch umgezogen und war zum Schluss in Brüssel auf der europäischen Kommission Und bin dann mein Mann hier in Frankfurt gezogen.

00:14:05: Also, insofern war schon mal sowieso begann etwas Neues und natürlich musste ich mich erstmal hier sortieren und eingewöhnen und gucken wo bekomme ich ein Atelier?

00:14:21: Wie geht das usw.. Das hat schon einen Augenblick gedauert!

00:14:24: Und was auch war... Ich hatte ... dass ich wirklich wieder in so ein Flo komme und hatte so'n bisschen Angst davor, mich selbst zu enttäuschen.

00:14:38: Dass das eigentlich vielleicht nicht geht.

00:14:41: Und das musste auch erst mal überwunden werden.

00:14:44: Also es ging sofort.

00:14:46: dann als ich das Atelier hatte, war wunderbar.

00:14:48: Was hat dir da geholfen?

00:14:49: Das tun tatsächlich das Mal?

00:14:51: Der

00:14:51: tun angefangene Bilder die ich noch hatte, die ich dann mitgenommen habe ins Atelier... ...und wenn da schonmal was ist, Ich glaube, gleich da weitermachen.

00:15:02: Also wenn ich ganz neu anfangen muss dieses...

00:15:05: ...vor der weißen Leinwand sitzen und den ersten?

00:15:08: Ja.

00:15:10: Nein das war sehr fließend!

00:15:12: Und mit diesen Räumen im Atelierhaus haben wir eine unglaubliche Freiheit gegeben, weil es eben nicht darauf ankommt die Wände weiß zu erhalten und so was.

00:15:23: Und den Boden dann dass da kein Tropfen drauf kommt sondern das ist ne alte Fabrik und das ist egal was da passiert.

00:15:30: ja

00:15:31: das ist schon sehr befreiend.

00:15:32: ich finde es auch so schön dass es noch so Räume gibt

00:15:38: Und es ist eben nicht ganz so teuer wie in Frankfurt, dass man auch

00:15:40: sieht.

00:15:41: Genau, genau!

00:15:42: Schaut dort an Offenbach.

00:15:44: Das hört man in Frankfurt ja manchmal nicht so gerne aber Offenbacher hat in diesem künstlerischen Kreatorielbereich wahnsinnig viel zu bieten.

00:15:49: Ja, die haben unglaublich viele Künstlern bei ihrer Atelie.

00:15:51: Ja

00:15:53: und wann kam für dich das Gefühl okay ich bin diese Künstlerin?

00:16:00: Ich kann diese Identität annehmen.

00:16:02: gab's da eine Ausstellung?

00:16:03: oder hast du gemerkt... Du verkaufst meine Bilder oder...

00:16:10: Ich glaube, das war ein allmählicher Prozess.

00:16:12: Ja!

00:16:15: Ich glaube es waren ein allmälerer Prozess der so ging von diesem ersten mich wiederfinden und meine neue Freiheit auch so ausfüllen und mir überlegen wo ich in etwa hin will.

00:16:34: Ich habe dann auch noch viel experimentiert, ich bin auch wieder zurückgegangen zu mehr figurativen Arbeiten, habe da experimentiert mit Medien, also mit dem Mediumfarbe experimentiert.

00:16:51: Insofern als ich eine Zeit lang dann auch mit selbstgemachter Eitempera gemalt habe was mir Spaß gemacht hat.

00:16:59: das sind dann so mathe pudrige Farben.

00:17:02: Also da würde man sagen zwei Jahre relativ viel ausprobieren und dann kam die Zeit, wo ich dann wieder auf das Öl zurückgegriffen habe.

00:17:14: Ich hab schon immer mal mit Öl gemalt, weil ich einfach diese Opulenz der Farbe auch die Natürlichkeit so überzeugend finde.

00:17:23: auf die Textur.

00:17:24: Ich liebe Öl, es ist nur immer ein bisschen eine Schweinerei.

00:17:28: Die Trockenzeiten.

00:17:31: Wobei in die Trocken-Zeiten habe ich mich zu neunzig Prozent gewöhnt würde ich sagen aber es ist so ich ziehe mich komplett um weil irgendwo trotzdem bleibt immer irgendwo noch Farbe hängen schon erstaunlich.

00:17:50: Aber nein, von der Farbe her ist es einfach wunderbar.

00:17:53: Wenn einem das wichtig ist muss er eigentlich nicht so wichtig sein aber mir ist das schon wichtig und da lieb ich die Ölfarbe.

00:18:03: Als ich dann wieder mit Öl angefangen habe, glaube ich kam so der Schiff... Das ist es jetzt.

00:18:11: Hast du das so in dir gespürt, diesen Schiff?

00:18:14: Ja und dann kam eben auch die ersten Galerien.

00:18:22: Und dann kam natürlich auch ganz wichtig war ... Instagram natürlich.

00:18:27: Ah, spannend!

00:18:28: Hast du dann da schon tatsächlich gestartet mit Instagram?

00:18:31: Ich habe gestartet.

00:18:33: ich glaube es hat mir mal jemand auch in einem Workshop gezeigt wie das geht und ich hab gesagt oh Gott was war nett.

00:18:42: Dann habe ich das glaube zwei Jahre gemacht und dann wurde mein Account gehackt also war plötzlich nicht mehr da.

00:18:50: Und dann habe ich erstmal überlegt solls wieder machen oder nicht, aber es war schon schön.

00:18:55: Dann habe ich so Anfang einundzwanzig kurz vor der Covid-Zeit angefangen.

00:19:02: Gut beim zweiten Mal weiß man dann schon mehr was man da wirklich zeigen will.

00:19:05: auch alles ein gutes und das war auch unheimlich wichtig.

00:19:08: also ich glaube ohne dass werde ich woanders denn dann hat man ja Keine Sichtbarkeit kommt einfach durch die Social Media.

00:19:20: Auch dass selbstbestimmte sichtbar werden und nicht ordengewiesen sein auf den Kunstmarkt, gerade wenn man... Jetzt im Kunstmarkt, der klassische Weg ist ja oft Uni studieren bei irgendjemanden in einer Klasse zu sein und das Netzwerk sozusagen mitzunutzen.

00:19:39: Aber wenn man das lange nicht hatte oder einen anderen Weg gegangen ist dann hat man das alles nicht, muss sich dasselbe aufbauen.

00:19:46: und da ist ja Social Media wunderbar für...

00:19:48: Ja!

00:19:48: Und ich glaube auch in Deutschland ist es, wenn man nicht fertig studiert hat, ist es unheimlich schwierig irgendwo von der renommierten Galerie genommen zu werden.

00:19:58: Das wollen die nicht.

00:20:01: Die wollen die jungen Künstler, die von der Uni kommen und die mit einem Namen

00:20:07: schon ein bisschen

00:20:07: kommen.

00:20:08: Also entweder im Hintergrund oder sich selbst schon eingebaut haben.

00:20:11: So das habe ich ja nicht.

00:20:12: außerhalb bin ich eben doch schon relativ alt um nochmal jetzt zwanzig Jahre produzieren zu können.

00:20:21: Das ist dann schwierig.

00:20:24: Das ist im Auslandschein hier leichter,

00:20:27: ja?

00:20:27: Ja umso spannender dass du das tatsächlich so geschafft hast und dass es das ja dein Weg ist!

00:20:32: Du verkaufst viel im Ausland, hast du gerade gesagt in Amerika

00:20:35: auch

00:20:36: und in USA.

00:20:37: Hast du mittlerweile eine Agentur dafür?

00:20:40: oder machst du das auch alles tatsächlich nur über Instagram?

00:20:43: Über

00:20:45: Galerien.

00:20:45: Also die große Galerie, die mich vertritt... Das ist eine Galerie in Los Angeles, TAPAN Collective heißen sie.

00:20:54: Die haben ich fast gar nicht mehr genau, zweiundzwanzig glaube ich, zwanzigzehn zwanziger angesprochen Und damals war es noch eine reine Online-Galerie, aber ein halbes Jahr später wurde das dann auch die Physische Galerie.

00:21:09: Ja!

00:21:11: Die sind einfach für meine Arbeiten sensationell, weil sie wirklich sehr viel verkaufen.

00:21:17: Also ich glaube, dass im Tront eigentlich jeder Künstler in der Künstlerin so ne Galerie zu haben.

00:21:23: Eigentlich brauchte man nicht mehr.

00:21:25: Ich will nicht nur... in Los Angeles vertreten, ich möchte genau so ein bisschen Europa und Deutschland haben.

00:21:35: Insofern habe ich immer auch mal geguckt oder hab das was auf mich zu kam dann noch angenommen.

00:21:41: Ja

00:21:43: aber tatsächlich ist im Moment noch dein deine Hauptverkaufsort?

00:21:47: Das ist glaube ich nicht zu topen.

00:21:50: Die haben so einen großen Sammlerkreis.

00:21:57: Das ist unglaublich.

00:22:00: Meinst du das hat was mit Los Angeles und der Klientel dazu tun oder dass deine Bildsprache super gut dahin passt?

00:22:06: Also es ist so ein Match.

00:22:08: Ich weiß es nicht, wahrscheinlich beide.

00:22:10: Sicherlich ist Los Angeles eine tolle Location für uns zu verkaufen aber offensichtlich passen auch meine Bilder dort hin.

00:22:26: An Abstract Expressionism orientieren meine Bilder sind schon darauf aufgebaut.

00:22:34: Also solche Namen wie John Mitchell zum Beispiel Ja, die gehört schon in mein, sollte ich mal sagen, inneres Inventar aus der Mischöpfe.

00:22:47: Nicht nur also aber auch die Koning sind ja auch alles Menschen, die in USA gearbeitet haben.

00:22:53: Vielleicht liegt es da noch... Außen habe ich auch meinen Instagram-Account immer auf Englisch aufgebaut und auch meine Website und auch mein Archiv so dass Menschen die da reingucken das eigentlich auf der ganzen Welt leben können.

00:23:09: Ich glaube, das ist auch wichtig wenn man sich international ein bisschen mehr aufstehen will.

00:23:15: Ja

00:23:17: sehr spannend.

00:23:17: und dann verschickst du deine Bilder von hier nach Los Angeles?

00:23:22: Das logistische muss ja auch dazu lernen.

00:23:25: wie macht man so was?

00:23:26: Wie verschickt man so'n großes Bild?

00:23:28: Die Bilder werden ganz einfach gerollt verschickt.

00:23:30: Ah ja ok, das praktisch.

00:23:31: Und dann nochmal aufgespannt drüben.

00:23:35: Tappan hat auch eine Werkstatt,

00:23:37: eine

00:23:38: große schöne Werkstelle neben der Galerie.

00:23:42: Die haben viele internationale Künstler, also da kommen viele Arbeiten geholt an und die suchen sich dann aus meinem Repertoire Fünfzehn Arbeiten aus.

00:23:53: Und dann werden die in zwei Rollen rüber geschickt und dann bereiten sie das wieder auf, die ziehen die glaube ich auch erst auf wenn sie nicht für eine Ausstellung brauchen.

00:24:03: Erst auf wenn die verkaufen sind.

00:24:05: Ja das macht so ne Lagerfläche.

00:24:09: Aber das funktioniert eigentlich sehr gut.

00:24:11: Auch wenn ich Privat verkaufe bin ich eigentlich immer glücklicher wenn ich's gerollt verschicken kann weil da passiert nichts.

00:24:20: Also Flach zu verschicken, also so dass man es gleich aufhängen kann hat immer ein größtes Risiko.

00:24:26: Das geht gar nicht anders.

00:24:28: Ja auch von den Kosten so einen riesigen Bild zu verschieben ist das ja...

00:24:31: Ist unglaublich teuer!

00:24:33: Nee ich biete immer an die Arbeiten kostenlos Geräuze verschicken

00:24:38: sodass

00:24:39: die Leute dann ja gut... Dann

00:24:40: kann man den Rahmen noch kaufen?

00:24:43: Wir müssen es wieder aufziehen lassen.

00:24:44: Wenn wir das nicht selber machen, ist man sich nicht schwierig.

00:24:47: Aber dann gehen die Kosten eben ins Wiederaufziehen und nicht in einen Versand.

00:24:52: Und wenn wir jetzt schon bei den Verkaufstrumherum sozusagen sind?

00:24:58: Wie hast du deine Preisfindung gestaltet?

00:25:01: Ich nehme an, wenn man so startet ohne... Ja, ohne große Erfahrungen auch so ein bisschen.

00:25:08: Hast du dich dabei anderen orientiert und dann immer nachgefragt, wie machst du das denn?

00:25:13: Man kann es

00:25:16: ja sehen.

00:25:16: Zum Teil haben die Leute ja einen Künstlern-Shop auf ihrer Website angehängt.

00:25:22: oder man sieht es auf den Plattformen Arzi oder wie wir alle heiße Galerien einstellen können die Plattformen, wo die Künstler selber einstellen können.

00:25:34: Sachi... Also man kann das sehen und man kann sich so da

00:25:39: einordnen

00:25:40: und sagen ja würde ich auch für mich ungefähr sagen mache ich das mal so.

00:25:46: Und in dem Moment wo die Galerien kommen also als ich dann mit Tappan zusammen gearbeitet habe sind die Preise dann Tappans jetzt die preise fest und ich nehme ich weiß nicht vielleicht fünf Prozent weniger.

00:26:01: Wieso etwa?

00:26:02: Aber im Wesentlichen mache ich einfach dieselben Preise, das geht es uns nicht, finde ich.

00:26:09: Dazu ist man auch verpflichtet und ich halte das auch ein.

00:26:12: Ich finde das auch fair.

00:26:14: Ich kann mich dann sagen ja die Galerien kriegen aber was...

00:26:20: Das macht ja dann das Geschäft

00:26:23: kaputt.

00:26:25: Das ist spannend, finde ich das auf jeden Fall.

00:26:31: Ich auch.

00:26:34: Ja, das finde ich so ein bisschen... Weil der Kunstmarkt ja nie... Ich habe immer das Gefühl da wird gerne so einen Geheimnis drum gemacht.

00:26:44: Die sind gerne so ein bißchen unter sich und wenn dann jemand findet, der es so ein bisschen aufbricht und vielleicht seinen eigenen Weg geht genau finde ich dies mal ganz spannend weil es geht auch Ohne diesen ganz klassischen Weg, ohne dieses

00:26:58: Ding.

00:26:59: Offensichtlich!

00:27:00: Es geht... Also es gibt ja viele die den nicht gegangen sind und dann liest das auch ein bisschen daran was du draus machst, was du dir zutraust.

00:27:11: Und ich glaube auch wie viel Energie du da reingebt.

00:27:18: Ich gebe schon sehr viel Energie da rein weil das macht wirklich mein Leben eigentlich.

00:27:23: Ja, bist du täglich

00:27:25: im Atelier?

00:27:26: Ich mach morgens den Briefverkehr und alles Mögliche.

00:27:32: Die Bilder beschriften, Bilder einsortieren, Bilder verschicken... Es gibt immer genug zu kommen.

00:27:39: Das mache ich meistens vormittags am Nachmittag.

00:27:43: Das ist wunderbar!

00:27:45: Mir fehlt gar nichts.

00:27:48: Was meinst du, was würde die Petra sagen kurz nach einem Abitur wenn sie jetzt wissen, dass du so den ganzen Tag im Atelier ist?

00:27:56: Unvorstellbar.

00:27:57: Es wäre für die Petran mit achtzehn und vorstellbar aber toll.

00:28:03: Ja

00:28:04: bestimmt also Aber das war jenseits meines Vorstellungsvermögens.

00:28:12: Obwohl wir einen Verwandten haben der Maler unter Arzt in Südafrika Der hat das auch so zweigeteilt.

00:28:20: Mittags hat er operiert und nachher gemalt.

00:28:23: Also, da ist irgendwo in der Familie schon eine Begabung glaube ich, so eine künstlerische Begabe und ein künstlersches Interesse.

00:28:34: aber also für mich war das unvorstellbar.

00:28:38: Ich wollte meine Sicherheitszahl ganz klar und das war vorrangig.

00:28:43: Ich wollte keinesfalls ein Mann abhängig sein, der da sein muss damit ich halbwegs gut leben kann.

00:28:53: Ja!

00:28:53: Ich wollte auch Kinder... also ich wollte das.. ich wollte eben auch in der Lage sein es allein zu machen.

00:28:58: Das kann ich gut verstehen.

00:29:00: Auch heute noch ja.

00:29:01: Ist ja

00:29:02: so.

00:29:02: Ich finde dass sind ja oft die Frauen, die dann bis hin zurücktreten und sagen auch Gott, ich habe sowieso nicht viel verdient, dann bleibe ich mal zu Hause.

00:29:11: Ja, kann man einen Jahr machen aber Es hinterlässt Spuren.

00:29:18: Und wenn man sich dann trennt, oder wenn das Paar sich trennt ist auch die Frau, die jenige

00:29:22: Täterin treten.

00:29:25: Das stimmt!

00:29:26: Ja, das System macht es nicht einfach und da muss man schon stark bleiben sozusagen für seine eigene Selbstständigkeit einzutreten.

00:29:36: Das ging aber mit dem als Richterin gut.

00:29:39: ich habe immer voll arbeiten können weil eben Man in dem Richterwurf die Freiheit hat zu arbeiten, wann man möchte.

00:29:49: Das ist nicht sei denn man hat Sitzung.

00:29:52: Aber ansonsten kann man abends arbeiten, man kann morgens ganz früh arbeiten und es ist relativ frei.

00:29:59: Es gibt einem auch schon viele Möglichkeiten mit Kindern

00:30:02: den Tag zu gestalten.

00:30:04: Auch wenn sie mal krank sind oder sich seinen Akten mit nach Hause.

00:30:08: Also das war von daher schon auch sehr gut.

00:30:13: Ja ist auch wichtig.

00:30:15: Ich sehe das auch immer bei mir.

00:30:16: Das war ein

00:30:16: anderes Jahr, als wenn man um neun im Büro sein

00:30:18: muss

00:30:19: und eigentlich nicht weg kann.

00:30:23: Spannend!

00:30:26: Hattest du auf dem Weg zu deinem Künstler da seien irgendwie Mentorinnen oder MentorInnen die du manchmal um Rat gefragt hast?

00:30:34: Wenn du nicht mal so weiter wusstest oder nicht wusst ist ob was gut ist oder hast du da viel mehr deiner eigenen Intuition Stimme vertraut?

00:30:44: Ich habe immer mal Workshops gemacht, schon.

00:30:48: Da war aber vielleicht der Wichtigste, der auch persönlich einfach eine Intensität hatte, der mit der Leko Ekimura aus Japan stammt und der Malerin die lange Zeit an Kunstakademie in Berlin unterrichtet hat.

00:31:13: Die hat einen vierjährigen Quoß im Bad Reichenhall in der Kunstakademie gegeben, das war sehr schön!

00:31:21: Das war für mich nachhaltig einfach weil sie ein besonderer Mensch ist und auch die Künstlerinnen waren es weitgehend, wirklich schon eine eigene Sprache hatten.

00:31:42: Und das macht natürlich viel aus, es war sehr reich und man hat sehr viel mitbekommen.

00:31:48: Und

00:31:49: ja also davon habe ich sehr profitiert würde ich mal sagen.

00:31:53: Das war gut aber Menton in dem Sinne dass ich sie auch jetzt ab und zu mal anscheibe und sage kannst du mir dann noch nachgeben

00:32:02: passen?

00:32:02: Kannst du

00:32:03: es auch vorbei?

00:32:05: Es ist letztlich vorbei.

00:32:06: wenn ich weiß Ich weiß, dass ich mit dem Bild irgendwie nicht zurechtkomme.

00:32:13: Irgendwas ist... Ja dann ist es aber mein Ding.

00:32:18: Es muss mein Bild werden und bleiben.

00:32:21: Lässt du... Wie ist deine Strategie?

00:32:22: Lasst das dann erstmal stehen und lass es erst mal in Ruhe um nach der Zeit...?

00:32:26: Also wenn ich's mir nicht weiß da is noch irgendwas zu tun und ich weiß nicht was, dann fällt's mir wahnsinnig schwer das stehen zu lassen.

00:32:35: Dann probier' ich ein... Damit mache ich es oft nicht besser.

00:32:41: Das Beste ist wirklich, wenn die Ecke stellen und man einen Monat nicht hinkoppt, das wäre gut.

00:32:47: Dann bin ich weiter und habe wieder die Distanz aber dann nach drei Tagen schon wieder kuppe, dann hab' ich im Grunde immer noch nicht die Distance, die es vielleicht braucht um das zu sehen was noch fehlt.

00:32:58: Da ist das immer.

00:33:01: Und

00:33:01: wenn es bei dir so, dass du, wenn ein Bild fertig ist, dass Du das einfach spürst?

00:33:05: So geht's mir oft, dann ist alles einfach da und Du denkst, jetzt fertig?

00:33:10: Ja auf jeden Fall.

00:33:12: Das schließt nicht aus, dass Wenn ein Bild länger bei mir bleibt also z.B.

00:33:17: drei Jahre bei mir bleib, dass ich dann oder nach drei Jahren zurückkomme, dass Ich dann denke oh nee der will sich noch was dran machen dass du gedacht hast, das ist fertig.

00:33:33: Aber es war zum einen Zeitpunkt fertig?

00:33:35: Man konnte es gehen lassen und dann...

00:33:36: Genau!

00:33:38: Ich habe mal gelesen, ich glaube Bonnar hat das auch gemacht.

00:33:41: Er kam zu anderen auf Besuch und hatte ein Bild von sich bei seinen Freundenhängen.

00:33:46: Da hab' ich da noch nicht gesehen.

00:33:49: Das leuchtet mir total ein.

00:33:52: Das

00:33:54: könnte mir auch passieren.

00:33:59: Und jetzt bist du aber fast in der Rolle, ich habe gelesen, du gibst auch Kurse einmal im Jahr oder öfter?

00:34:07: Ich habe einen Präsenzkurs gegeben.

00:34:09: Einmal im Jahr, den gebe ich auch dieses Jahr nochmal an der Krimsakademie Eigenart.

00:34:14: Ich werde das aber aufhören.

00:34:23: Dann ist dann doch etwas, was ich vorher nicht absehen konnte.

00:34:27: Vorher, wo ich ganz gern hingefahren wäre oder ja, wo meine Bilder gezeigt werden.

00:34:32: Ich war eigentlich auch schon, wenn die auch mal da wären.

00:34:34: Gut das geht ja nicht!

00:34:35: Das finde ich...das muss nicht sein.

00:34:40: Deswegen habe jetzt umgestellt auf online bei einer amerikanischen Plattform die eine Art Mentoring anbieten also nicht Teaching sondern Mentoring.

00:34:53: Aber da habe ich jetzt erst mit angefangen, also vor zwei Monaten.

00:34:58: Das findet einmal im Monat statt zwei Stunden und sind dann eben Gruppen Und diese Plattform bietet auch so ein eins zu eins Mentor an.

00:35:11: Also kann man auch machen, das ist ja natürlich teurer als

00:35:15: klar.

00:35:15: aber die beiden Optionen gibt es da und das ist für mich eigentlich ideal weil

00:35:23: mehr Flexibilität gibt.

00:35:26: Ja, muss nicht irgendwo hinfahren oder diese ganzen

00:35:28: Sachen.

00:35:29: Obwohl natürlich muss ich sagen das hat schon viel Spaß gemacht.

00:35:33: und das ist auch noch mal was anderes wenn man die Bilder tatsächlich physisch sieht.

00:35:37: Das ist etwas anders als die auf einem Bildschirm.

00:35:42: Die Textur der Materialität das kommt natürlich nicht so rüber.

00:35:48: Es

00:35:48: sind zwei unterschiedliche Wege die ihr dann zur Lebenssituation passen müssen

00:35:53: Ja.

00:35:53: Und dann gibst du Ratschläge, was die Inhalte oder die Techniken?

00:35:59: Dein Input einfach zu den Fragen wie die Künstler und Künstlerin haben.

00:36:02: Also es gibt immer da in diesem Online... also im Physischen Präsenzbus ja gehe ich rum und spreche über die Arbeit je nachdem auch was die Künsterinnen von mir wollen.

00:36:17: Ob sie wollen Dass ich mal sage, würde ich noch was machen?

00:36:22: Oder dass sie sagen mir fehlt hier irgendwas.

00:36:25: Ich glaube... Was kann es sein?

00:36:31: Es soll ja ihr Weg sein durch meine eigentlich.

00:36:35: Du bist aber schon weiter als manche Uni-Professoren!

00:36:42: Wenn ich gefragt werde, was würdest du jetzt machen, sage ich natürlich auch.

00:36:45: Ich weiß nicht ob das so viel weiterhält.

00:36:49: Am liebsten ist mir eigentlich wenn die Leute sagen eine

00:36:55: konkretere Fragestellung haben.

00:36:57: Das ist mir nicht tief genug

00:36:59: oder dass es mehr

00:37:00: Flächen sind mit zu groß?

00:37:02: Ja

00:37:03: ich meine, je konkreter die Frage ist, desto besser kann auch die Antwort sein klar.

00:37:08: Dann kann man aufbesser arbeiten Da rein noch Pass oder womit man experimentieren kann.

00:37:14: Oder es ist vielleicht ein Bild schön, aber furcht und dann dass man nicht das man Angst hat zu zerstören, dass man ein zweites anfängt, dass mehr da bin ja genauso ist und an dem weiterarbeitet.

00:37:26: so also solche Sachen kann man dann besser entwickeln wenn man ganzen tachzeit hat.

00:37:31: Du meinst wahrscheinlich auch mehrere bilder parallel mit Öl Mit

00:37:34: öl sowieso weil

00:37:36: die trockung sein

00:37:39: Und ich habe mir so... Ich glaube, es ist auch relativ normal mit Öl.

00:37:45: Ich wechsle so nach dreißigvierzig Minuten und interessanterweise hab' ich mal von der englischen Malerin Katherine Goodman heißt dies die auch mit öl mal großformatige tolle arbeiten gelesen in einem Interview.

00:38:02: sie stelle sich den Wecker ich weiß nicht mehr ab dreizehn oder vierzig Minuten aber sowas auch in der Zeit weil sie sagt, dann ist genug.

00:38:12: Sonst identifiziert man sich zu stark.

00:38:15: Und da muss ich wechseln und dann nehme ich was anderes.

00:38:17: Da muss ich oft daran denken... Weil bei mir ist auch so ein Punkt nach dreißigvierzig Minuten, wo irgendwas anstrengenderes hochkommt oder das, was soll ich jetzt eigentlich weitermachen?

00:38:29: Dann muss erst mal wieder Pause sein!

00:38:32: Ich kann es leider nicht immer, aber ich merke oft auf diesen Moment wo eigentlich erstmal gut ist und wo ich dann aufführen sollte.

00:38:43: Ja also ich habe bestimmt das unterschiedlich, aber so vier fünf Arbeiten hab' ich schon parallel in der Regel.

00:38:53: Und gibt es was in diesem Jahr, in den nächsten paar Jahren, woauf du hinarbeitet oder was du gerne noch mal künstlerisches Erreichen machen würdest?

00:39:02: Wo du gerne auch mal ausstellen würdest.

00:39:04: Hast du da so ein paar Träume und Ziele?

00:39:07: Ich würde gern mal in New York ausstellen.

00:39:11: Also habe ich schon aber eine Einzelausstellung.

00:39:15: Das wäre sowas!

00:39:16: Ich würde gerne einmal eine große Ausstellung mit viel weißer Wand und hohen Wänden haben, wo die Bilder viel Platz haben.

00:39:29: Und ich mal so eine zwei große Reihen zeigen könnte, das würde mich einfach freuen!

00:39:38: Das wäre es New York überhaupt ein Ausstellungsraum der einfach riesig groß ist?

00:39:43: Das hätte ich gerne mal... Es ist so

00:39:47: schön.

00:39:49: Aber das lässt sich doch bestimmt noch realisieren, da glaube ich feste dran!

00:39:53: Wir

00:39:55: freuen uns auf den Reachsinn.

00:39:58: Ja, schön.

00:40:00: Ja Petra vielen vielen Dank für dieses tolle Gespräch.

00:40:03: Hat mich total gefreut und

00:40:05: mir auch

00:40:07: viel Erfolg auf deinem Weg.

00:40:08: Danke schön.

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